
Als erstes Bundesland Deutschlands führt Berlin flächendeckend proaktiven Opferschutz für Betroffene aller Straftaten ein. Menschen, die von einer Straftat betroffen sind, müssen künftig nicht mehr selbst den oft mühsamen Weg in das Hilfesystem finden – die Hilfe kommt zu ihnen.
Wer eine Straftat erlebt hat, steht oft unter Schock, ist verunsichert oder überfordert. In dieser Situation auch noch selbst aktiv nach Hilfe zu suchen, ist für viele Menschen kaum möglich. Mit proaktiv setzen wir genau hier an: Gemeinsam mit der Berliner Polizei und dem Netzwerk proaktiv aus fast 30 Fachberatungsstellen sorgen wir dafür, dass Betroffene frühzeitig und zielgerichtet erreicht werden.
„Viele Betroffene sagen, dass sie sich mit dem proaktiven Angebot gesehen fühlen, dass es Vertrauen schafft und oft auch der entscheidende erste Schritt auf dem Weg der Bewältigung ist“, berichtet Eva Schumann, Geschäftsführerin der Opferhilfe Berlin.
Dass das proaktive Verfahren berlinweit verankert wurde, sendet ein starkes Signal – an betroffene Menschen, die mit ihren individuellen Bedarfen gesehen werden, und auch an Polizeibeamt*innen und Berater*innen, die jetzt unkompliziert, frühzeitig und sehr effektiv helfen können. Eva Schumann betont: „Proaktiver Opferschutz ist eine Investition in eine trag- und zukunftsfähige Gesellschaft. Er ist Ausdruck einer modernen, verantwortungsvollen Opferpolitik.“
Und der Weg geht weiter: Mit der Novelle des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG), die 2026 in Kraft treten soll, werden eine erleichterte Anwendung und eine weitere Stärkung des proaktiven Opferschutzes erwartet.
Wir bedanken uns bei allen Projektbeteiligten, die proaktiven Opferschutz praktizieren und unterstützen. Sie alle wirken an einer Gesellschaft mit, die unterstützt und solidarisch ist.
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